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Wasser ist eine unserer wichtigsten Ressourcen und absolut überlebensnotwendig. Für viele ist Wasser aber auch selbstverständlich. Es kommt eben einfach aus dem Hahn, ohne Anstrengung und für recht wenig Kosten.
Im Sinne der Nachhaltigkeit ist es aber wichtig, den eigenen Konsum zu hinterfragen. Daher möchte ich dir heute drei Dinge mitgeben:
  1. Warum effektives Wasser sparen nicht in deiner Wohnung stattfindet.
  2. Mein ultimativer Tipp für klassisches Wasser sparen.
  3. Wasserschutz fängt schon beim Abwasser an.

Kennst du deinen Wasser-Fußabdruck?

Trinken, Kochen, Waschen… all das verbraucht Wasser und wir können täglich darauf achten, dabei sparsam zu sein: Wasserhahn abstellen beim Zähne putzen, Geschirrspüler und Waschmaschine erst anstellen, wenn sie voll sind,… wahrscheinlich kennst du hierzu schon genug Tipps.

Noch viel wichtiger ist aber unseren virtuellen Wasserverbrauch zu reduzieren. Unter virtuellem Wasser versteht man das bei der Herstellung und beim Transport von Gütern und Lebensmitteln verbrauchte, verdunstete und verschmutzte Wasser. Vielleicht hast du auch schon mal solche Zahlen gehört wie: die Produktion von 1 kg Rindfleisch erfordert 15.000 Liter Wasser. Das ist eine wirklich erschreckend große Zahl.

Wasser ist unsere wichtigste Ressource

Umso größer sollte unsere Motivation sein, unseren Konsum zu überdenken. Jede einzelne Kaufentscheidung hat einen enorm großen Einfluss auf unseren Wasser-Fußabdruck.

Sehr hilfreich fand ich es, meinen Fußabdruck zu berechnen. Das geht zum Beispiel auf der Seite aquapath-project.eu!

Dort bekommt man einen guten Überblick, in welchem Bereich (Essen, Getränke, Haushalt) man am meisten Wasser verbraucht und bekommt auch viele Tipps, wie man dort jeweils etwas verbessern kann.

Auch empfehlen kann ich die Wasserampel von Wasserraub.de. Dort legt man die regelmäßig verbrauchten Güter und Lebensmittel in einen Warenkorb, anhand dessen der eigene Wasserverbrauch berechnet wird. Das macht sehr schön deutlich, wie wir mit unserem Konsum etwas bewegen können!

Wirklich entscheidend ist dein virtueller Wasserverbrauch.

8 Tipps, um deinen Wasserverbrauch sofort zu verringern

1. Weniger/keine tierische Produkte

Tofu Süß sauer

Die Herstellung von 150g Rindfleischburger verbraucht ca. 2.350 Liter Wasser, für einen Sojaburger werden nur ca. 158 Liter Wasser verbraucht. Bei Milch ist der Unterschied auch riesig: für 1 Liter Kuhmilch werden über 1.000 Liter Waser benötigt, während es bei der gleichen Menge Sojadrink nur 297 Liter Wasser sind (Quelle: Peta)

2. Regionale und saisonale Bio-Lebensmittel

3. Weniger Müll

 

 

4. Auf Palmöl verzichten

Radieschen eigene Ernte mit Katze

5. Weniger kaufen

5.1 Auf Qualität und Langlebigkeit setzen

Jede Produktion, die du vermeiden kannst, spart Wasser. Für die Herstellung eines Smartphones werden ca. 900 Liter Wasser benötigt, für die Baumwolle einer Jeans 6-9.000 Liter, für ein Auto 400.000 Liter.

5.2 Secondhand statt Neuware!

Nutze, was schon da ist. Alles, was nicht mehr neu produziert werden muss, spart Unmengen an Wasser und Energie.

6.Weniger Auto fahren

Der Kraftverkehr ist durch den Ausstoß von Schwefeldioxid und Stickoxid verantwortlich für Sauren Regen. Auch wenn sich der Säuregehalt kontinuierlich verbessert, ist er noch weit entfernt vom natürlichen Wert. Nutze daher öfter mal Bus, Bahn und Fahrrad oder geh zu Fuß, wann immer es möglich ist. Eine gute Alternative ist auch Carsharing – damit musst du nicht komplett aufs Auto verzichten, wirst aber deine Fahrten häufiger hinterfragen und es müssen weniger Autos produziert werden (siehe 5.1)

7. Weniger Mikroplastik

8. Zu Ökostrom wechseln!

Alles hängt zusammen. Dass erneuerbare Energien gut fürs Klima sind, weißt du sicher. Aber wusstest du auch, dass unsere Kohle- und Atomkraftwerke in Deutschland Billionen Liter Wasser verbrauchen? Ein Grund mehr, den Stromanbieter jetzt zu wechseln.

Wasser sparen

Klassisches Wassersparen Zuhause

Nach diesen hohen Zahlen erscheint es fast sinnlos, im Alltag Zuhause ein paar Liter ausm Hahn zu sparen. Aber das ist es natürlich nicht. Denn einerseits summiert sich das über ein Jahr auch ordentlich. Und außerdem ist es wichtig, Wasser endlich wertzuschätzen.

Wasser sparen ist auch gar nicht so schwer. Es gibt zwei Wege, die du kombinieren kannst. Zunächst kannst du deinen Wasserverbrauch verringern, in dem du jede Wassernutzung hinterfragst (Wasser niemals ungenutzt laufen lassen, nichts unter fließendem Wasser putzen, Wasch- und Spülmaschine nur voll anstellen,…).

Und zweitens kannst du Wasser sammeln. Stell in deinem Garten Regentonnen auf und verwende es zum gießen und vielleicht sogar für die Toilettenspülung. Stell beim Duschen eine Schüssel neben dich, die Wasser auffängt. Auch damit kannst du gießen oder putzen. Stell auch in dein Spülbecken eine Schüssel. Wasser, mit dem du z.B. nur Gemüse abgewaschen hast, kannst du auch problemlos wiederverwenden.

Mein ultimativer Wasser-Spar-Tipp: kalt duschen

Warum kalt duschen?

2020 hatte ich mir für jeden Monat eine Challenge überlegt. Es gibt bereits eine Zusammenfassung und meine Learnings aus ein paar Challenges.

Die Challenge, vor der ich definitiv den meisten Respekt hatte, war: Einen Monat lang kalt duschen.

Heute möchte ich dir erzählen, warum das sinnvoll ist.
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Oder wie meine Mama sagen würde: Warum machst du dir das Leben eigentlich so schwer?
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Ich bin eine Frierkatze. Deswegen habe ich immer sofort abgeblockt, wenn ich mal wieder davon gehört habe, wie toll doch kalt duschen sei und dass es ja so viele Vorteile hat. Ja klar, nein danke…

Doch genau das war der Punkt, warum ich es dann doch ausprobieren wollte: Raus aus der Komfortzone, was Neues ausprobieren, was irgendwie unmöglich erscheint.
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Nach einem halben Monat kann ich einige Vorteile auch schon bestätigen und teilweise dick und fett unterstreichen

Kalt duschen
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  • spart Energie, Wasser und Zeit

Ich verspreche dir: so schnell hast du noch nie geduscht. Unter einer kalten Dusche hält sich niemand länger auf als nötig. Wenn du also zum langen Duschen neigst, ist kalt Duschen eine super Möglichkeit, deinen Wasserverbrauch in der Dusche zu reduzieren. Da das Wasser nicht erhitzt wird, spart es natütlich auch noch Energie.
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  • macht wach und erfrischt
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  • verbessert die Laune
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  • regt die Durchblutung an
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  • reduziert Stress
Erscheint dir total unmöglich? Probier es doch mal für einen begrenzten Zeitraum als Challenge. Danach kannst du überlegen, ob du es beibehalten möchtest. Du kannst zum Beispiel auch nur im Sommer kalt duschen oder nur, wenn du deine Haare nicht wäschst.
Wasser schützen

Wasser sparen = Abwasser schützen

Der größte Hebel beim Wasser sparen ist, den eigenen Konsum zu überdenken. Außerdem können täglich in unserem Alltag darauf achten, Wasser nicht zu verschwenden. Was aber auch einen echten Unterschied macht: Abwasser schützen. Denn umso mehr wir das Abwasser verschmutzen, desto aufwändiger muss es wieder gereinigt werden.

6 Möglichkeiten, um unser Abwasser zu schützen

 

1. Kein Fett in den Abfluss

Öl oder Fett allgemein verstopft die Kanäle und führt dazu, dass sich fettliebende Bakterien vermehren.
Daher unbedingt:
Pfannen mit Zeitungspapier auswischen und im Restmüll entsorgen
und/oder
Fett in einem alten Schraubglas sammeln und ebenfalls in den Restmüll geben

2. Keine Mikrofasertücher in den Abfluss

Herunterspülbar heißt nicht, dass es sich auflöst:

  • Feuchtes Toilettenpapier
  • Babytücher
  • Abschminktücher
  • Taschentücher

Im Restmüll entsorgen oder am besten auf Mehrweg-Alternativen umsteigen: Po-Dusche, Waschlappen, Stofftaschentücher,…

Kennst du deinen Wasser-Fußabdruck?

3. Generell kein Müll in den Abfluss

Hygieneprodukte, Wattestäbchen, Zigarettenstummel,…

Alles was du in die Toilette wirfst, muss jemand anderes per Hand wieder herausholen.

4. Mikroplastik durch Textilien reduzieren

  • möglichst wenig Polyester-Textilien kaufen/verwenden
  • möglichst kalt waschen: 30 Grad reichen in den meisten Fällen und dadurch wird weniger Mikroplastik ausgespült
  • Waschbeutel zum Filtern von Mikroplastik verwenden

5. Kosmetik ohne Mikroplastik

Mach es dir einfach und kaufe zertifizierte Naturkosmetik. Die ist immer frei von Mikroplastik.

6. Bio-Lebensmittel kaufen

Ein Gramm Pflanzenschutzmittel kann bis zu zehn Millionen Liter Wasser verunreinigen. Beim Bio-Anbau wird auf synthetische Pflanzenschutz- und Düngemittel verzichtet.

Welche Tipps willst du zukünftig umsetzen?